Glossar:KAIZEN PhilosophiekontinuierlicherVerbesserungsprozess (KVP)

 

Die schrittweise und ständige Verbesserung der Prozessabläufe

Der Begriff "Kaizen" kommt aus dem Japanischen ( kai = ändern; zen = das Gute; wörtl. Verbesserung) und ist der Name eines japanischen Managementkonzeptes.

Es beschreibt den Prozess einer "ständigen Verbesserung" (KVP), in dem alle Mitarbeiter und das gesamte Unternehmen einbezogen werden. Gemäß der Kaizen-Philosophie ist der Weg zum Erfolg nicht die einmalige oder sprunghafte Verbesserung durch Innovation, sondern die kontinuierliche und schrittweise Perfektionierung und Optimierung des Produktionsprozesses.

Mitarbeiter, die sich stark mit dem Unternehmen identifizieren, tragen stetig zu einer Verbesserung der Produktion und damit verbunden auch zu einer besseren Marktposition bei.

Daher kommt der Name Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP), der in den westlichen Industrieländern für Kaizen verwendet wird. Unter anderem gehört vor allem das betriebliche Vorschlagswesen, eine auf die Mitarbeiter ausgerichtete Führung, die Prozessorientierung und die Einführung eines Qualitätsmanagements zu den Zielen von Kaizen.

Die Entstehung des Kaizen Konzeptes

In den 50er Jahren stand der Automobilhersteller Toyota vor einer wirtschaftlichen Krise demzufolge 15% der Mitarbeiter entlassen werden mussten. Nur durch große Zugeständnisse an die Gewerkschaft, wie den bleibenden Mitarbeitern eine lebenslange Beschäftigung zu garantieren , war diese Massenentlassung überhaupt möglich. An Ihre Mitarbeiter gebunden musste der Automobilhersteller diese ständig schulen und weiterbilden, da ein Austausch durch qualifiziertere, jüngere Mitarbeiter nicht möglich war. Die Geburtsstunde von Kaizen und Grundlage für den heutigen Standard, der japanischen Unternehmen trotz hoher Lohnkosten eine internationale Wettbewerbsfähigkeit sichert.

Ziele

Kaizen verfolgt unterschiedliche Ziele. Natürlich ist die Gewinnoptimierung das letztendliche Ziel. Dies ist aber nur bei hoher Kundenzufriedenheit möglich. Um Kundenfreundlichkeit zu gewährleisten, stehen drei Faktoren im Vordergrund:

Diese Ziele sind jedoch niemals 100 % zu erreichen, denn man geht immer davon aus, dass der gegenwärtige Zeitpunkt der schlechteste ist und man immer weiter an ihm arbeiten muss, um ihn zu verbessern. Hat man eine Verbesserung erreicht, so wird der neu gewonnene Zustand wiederum als der schlechteste definiert, der unbedingt verbessert werden muss.

Des Weiteren sind Verbesserungen im Bereich der Mitarbeiter erwünscht. So soll die Zufriedenheit durch ständige Weiterbildung gewährleistet werden. Innerbetriebliche Hierarchien sind so zu gestalten, dass jeder Mitarbeiter nicht nur ein Mitspracherecht bei Veränderungen hat, sondern regelrecht dazu aufgefordert wird.

Zielbereiche im Unternehmen

Beim Kaizen-Konzept ist es vorgesehen, dass alle Bereiche des Unternehmens betroffen sind. Es gilt also die stetige Verbesserung in ALLE Bereiche zu tragen, sprich: Management (Verwaltung), Absatz, Distribution, Produktion, Lager und Beschaffung.

Weitere Informationen finden Sie unter Kaizen KVP bei Wikipedia